Europäische Universität für Entrepreneure: Konsortium unter der Leitung der ESCP Europe startet EU4E-Projekt

Gemeinsam mit fünf weiteren Universitäten beteiligt sich die ESCP Europe Business School an
der nächsten Ausschreibungsrunde für Europäische Universitäten. Voraussichtlich bis Februar 2020 können dazu noch
Bewerbungen bei der Europäischen Kommission eingereicht werden. Die ESCP Europe hat das sogenannte EU4U-Projekt
zur Gründung einer Europäischen Universität für Entrepreneure initiiert. Das Vorhaben unterstützen die ISM University of
Management and Economics in Litauen, die Kozminski Universität in Polen, die Mondragon Universität in Spanien, die
Katholische Universität Portugal und die Universität Oulu in Finnland sowie die beiden Standorte der ESCP Europe in
Berlin und Paris.
An der ESCP Europe unterzeichneten die Rektoren der Universitäten und Wirtschaftshochschulen heute Vormittag das
Memorandum of Understanding und legten damit den Grundstein für die künftige Zusammenarbeit. Mit der Europäischen
Universität für Entrepreneure soll ein internationaler Maßstab für Entrepreneurship und unternehmerisches Denken im
Bereich der Hochschulbildung geschaffen werden.
Die ESCP Europe, die weltweit älteste Wirtschaftshochschule, unterstreicht damit einmal mehr ihre europäische
Ausrichtung und schließt gleichzeitig an ihre Geschichte an. Vor genau 200 Jahren wurde die Wirtschaftshochschule unter
Mitwirken von Jean-Baptiste Say gegründet, der maßgeblich den Begriff Entrepreneurship geprägt hat. Das EU4E-Projekt
soll künftig alternative Unterrichtsformen auf Basis unternehmerischen Denkens und Handelns bieten.

Die Besonderheiten des gemeinsamen Vorschlags

  • „Entrepreneurship“ wird als interdisziplinärer Ansatz und Querschnittsthema unterschiedlicher Fakultäten
    verstanden. Dadurch sollen sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Herausforderungen in Europa
    adressiert werden.
  • Das EU4E-Projekt versteht sich als integrierendes Konzept von Partneruniversitäten aus Nord-, Süd-, Ost- und
    Westeuropa, das auf fachliche und kulturelle Vielfalt setzt.
  • Das Konzept der EU4E basiert auf einem komplementären pädagogischen und methodischen Ansatz, der dem
    Dreiklang aus Bildung, Innovation und Forschung entspringt. Die Expertise der jeweiligen Partneruniversitäten
    fließt hier mit ein.

Statements der Unterzeichnenden

Prof. Frank Bournois, Geschäftsführender Präsident der ESCP Europe: „Die ESCP Europe ist die Wiege für
Entrepreneurship und Innovation. Als erste und älteste Business School und als erste paneuropäische
Wirtschaftshochschule ist es ihr ein Anliegen, einen dynamischen europäischen Wirtschaftsraum zu prägen. Gemeinsam
mit den Partnern geht die ESCP Europe nun einen Schritt weiter und legt den Grundstein für die erste EuropäischeUniversität, die sich dem Thema Entrepreneurship verschrieben hat. Entrepreneurship ist für Europa zum strategischen
Thema geworden, in einer Welt, die durch Disruption und Innovation geprägt wird.”

Prof. Witold T. Bielecki, Rektor der Kozminski Universität: „Die polnische Wirtschaft zeichnet sich durch einen
ausgeprägten unternehmerischen Geist aus, den wir in das EU4E-Projekt einbringen. Seit dem Beitritt zur EU in 2004 ist es
Polen gelungen, an die Wirtschaftskraft der anderen europäischen Länder anzuschließen. Die Kozminski Universität spielt
eine zentrale Rolle in der wachsenden polnischen Wirtschaft. Wir arbeiten eng mit Unternehmen zusammen und bilden
Manager und Führungskräfte aus, die kompetent und innovativ sind und sich ethischen Grundsätzen verpflichtet fühlen.”

Prof. Mikko Puhakka, Dekan der Oulu Business School: „Unternehmerisches Denken und Handeln sind
entscheidende Faktoren, die nur ‚glokal’ entwickelt werden können, das heißt mit lokalem Bezug in einem
gesamteuropäischen Kontext. Die Oulu Business School freut sich auf die Zusammenarbeit und das gemeinsame
Engagement, die ‚glokalen’ Bildungskonzepte zu entwickeln.”

Prof. Isabel Gil, Rektorin der Katholischen Universität Portugal: „Als eine der führenden europäischen
Universitäten bringen wir in das EU4E-Projekt vor allem unser Verständnis und Konzept für lebenslanges Lernen im
internationalen Kontext mit ein – auch vor dem Hintergrund, dass sich Portugal gerade zu einem Hauptakteur im Start-upKontext entwickelt. Wir freuen uns darauf, im Rahmen der EU4E unser internationals Engagement zu erweitern und
unsere Exepertise in dieses innovative und einzigartige Projekt einzubringen.”

Dr. Dalius Misiunas, Präsident der ISM University of Management and Economics: „Die ISM University of
Management and Economics arbeitet mit Universitäten rund um den Globus zusammen und bietet damit ihren
Studierenden die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern und kritisches Denken zu entwickeln. Ein Hauptaugenmerk
unserer Studiengänge liegt auf der internationalen Mobilität der Studierenden. Wir bieten ihnen bestmögliche
Studienbedingungen in Litauen und weltweit. Für uns ist es deshalb von zentraler Bedeutung, Teil eines internationalen
Netzwerks verschiedener Universitäten zu sein. Die gemeinsame Unterzeichnung des Memorandums ist eine wichtige
Grundlage für ein Netzwerk europäischer Universitäten, das gemeinsame Werte und Visionen teilt und Strategien
entwickelt und in dem man sich künftig gegenseitig unterstützt und fördert.”

Prof. Dr. Andreas Kaplan, Rektor der ESCP Europe Berlin: „Berlin ist ein Eldorado für Gründer und Kreative. Jedes
Jahr werden hunderte neuer Start-ups gegründet, vielfach mit neuen Geschäftsideen im Bereich Digitalisierung. Hier sehe
ich die größten Veränderungen im Arbeitsmarkt der Zukunft. Studierende und Absolventen müssen künftig höchst
anpassungsfähig und flexibel sein, sich durch unternehmerisches Denken auszeichnen und vor allem innovativ agieren. Die
ESCP Europe freut sich, mit ihrer Expertise in diesem Bereich das EU4E-Projekt mitzugestalten.”

Lander Beloki, Dekan der Wirtschaftsfakultät der Mondragon Universität: „Das Memorandum und das
Konsortium sind eine hervorragende Möglichkeit, gemeinsam weiter an neuen Konzepten für unternehmerische
Ausbildung zu arbeiten.”