Warum sind nur 11% der Gründer in Paris von außerhalb Frankreichs?

Paris ist das wirtschaftliche Zentrum Frankreichs, das fast ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts des Landes erwirtschaftet. Die Stadt war der Geburtsort Dutzender erfolgreicher Start-ups. Trotz ihrer Attraktivität: Laut dem "Global Start-up Ecosystem Report 2017" haben nur 11% der Start-ups in Paris Gründer außerhalb des Landes, verglichen mit 46% im Silicon Valley, 42% in London oder 43% in Berlin.

Städte und Regionen in Europa konkurrieren um neue Unternehmen und versuchen, ein fruchtbares unternehmerisches Ökosystem zu schaffen, doch wissen wir wenig darüber, warum Unternehmer sich dafür entscheiden, ihr Unternehmen an einem bestimmten Ort zu gründen - das beeinflusst die Entscheidungen der Gründer. Mit diesen Fragen haben wir im Rahmen einer Masterarbeit eine kleine Umfrage gestartet. Wir waren besonders an der Meinung von Unternehmern interessiert, die außerhalb Frankreichs Projekte gründeten. Fünfundzwanzig Unternehmer haben die Umfrage beantwortet: sieben kamen aus Italien, sieben aus Frankreich, zwei aus den USA, zwei aus Indien und je einer aus Österreich, China, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Indien, Spanien und Portugal. Vierzehn Befragte waren Erst-Unternehmer, elf waren serielle Unternehmer und hatten bereits zwei oder mehr Unternehmen gegründet. Dreizehn von ihnen gründeten ihr Unternehmen in Großbritannien, acht in den USA und zwei in Deutschland.

Betrachtet man alle Befragten, war "Start-up-Erfahrung" der Haupttreiber (durchschnittlich 4,12 von 5) bei der Auswahl einer Stadt / Region, in der ein Unternehmen gegründet werden soll, gefolgt von "Leistung" (3,68 / 5), "Finanzierung" (3,6 / 5), "Marktreichweite" (3,64 / 5), "Zugang zu Talenten" (2,84 / 5), "persönliche Gründe" (2,92 / 5) und "Wohn- und Lebenskosten" (1,64 / 5) ). Die Hauptgründe für die Nichtauswahl von Paris waren "wahrgenommene Internationalität" (11), "schlechte Start-up-Erfahrung" (10), "fehlende Finanzierung" (8), "schlechte Leistung" (7), "begrenzte Marktreichweite" (6), "persönliche Gründe" (5), "Haus- und Lebenskosten" (2).

Ein tieferer Blick

Betrachtet man die Daten näher, so haben sich serielle Unternehmer und Erstanwender deutlich anders mit der Frage auseinandergesetzt, an welchem Ort sie gründen sollen. Im Allgemeinen betonten serielle Unternehmer Faktoren wie Finanzierung, Leistung und Start-up-Erfahrung. Erfahrene Unternehmer waren sich des Risikokapitalumfelds und der Leistungsorientierung bewusster und entschieden sich daher für besser finanzierte Start-up-Ökosysteme wie London, Silicon Valley oder New York. Ein in den USA ansässiger und in Kenia tätiger französischer Mitgründer eines Start-ups mit Fokus auf erneuerbare Energien erklärte, dass die Entscheidung über die Registrierung des Unternehmens in den USA hauptsächlich auf monetären Aspekten (Finanzierung, Ausstiegsmöglichkeiten) und Start-up-Erfahrung beruhte :
"In den USA wird alles erleichtert, wenn Sie ein neues Unternehmen eröffnen: Firmenregistrierung, Netzwerk, Investoren und potenzielle Käufer sind leichter zu erreichen als die europäische Szene."
Erstmalige Unternehmer haben sich von persönlichen Faktoren leiten lassen. Viele entscheiden sich für eine Stadt aufgrund persönlicher Beziehungen (Freunde, Netzwerk). Gerade Absolventen waren bei der Wahl einer Stadt sensibler in Bezug auf Wohnungs- und Lebenskosten. Fünf von 24 nannten diesen Faktor als einen der beiden Hauptgründe, warum sie Paris nicht für die Gründung ihres Business ausgewählt haben.

Warum Paris verlieren kann

Als die Unternehmer gebeten wurden, die beiden Hauptgründe auszuwählen, die sie daran hinderten, sich für Paris zu entscheiden, wurden "schlechte Start-up-Erfahrung" und "wenig wahrgenommene Internationalität (Verbreitung der englischen Sprache)" am häufigsten erwähnt. Ein französischer Co-Founder eines E-Commerce-Unternehmens auf dem Pariser Campus der ESCP Europe Business School erklärte:
"Wir gründeten unser Start-up im letzten Semester unseres Masters in Paris. Im Team sind wir zwei Franzosen [ein Designer und ein Entwickler], die sich um den technischen Teil kümmern, und ein Deutscher, der an der kommerziellen Seite des Geschäfts teilnimmt [...] Wir zogen nach Berlin, weil es für uns einfacher ist, um mit Investoren, Kunden und Geschäftspartnern zu sprechen. "
Andere erwähnte Faktoren waren "schlechte Leistung" und "fehlende Finanzierung". Erstmalige Unternehmer betonten "persönliche Gründe" und "hohe Wohn- und Lebenshaltungskosten" weit mehr als erfahrene Unternehmer. Trotz dieser Kritik erwähnten die Befragten, dass das Innovationsökosystem in Paris schnell wächst und ehrgeizige Ziele verfolgt. Darüber hinaus wurde von nur zwei der 25 Befragten ein "unzureichender Talentpool" genannt.

Einschränkungen

Mit nur 25 Befragten ist dies eine eher kleine Stichprobe. Die Antworten waren jedoch konsistent und wurden in zufälligen Folgeinterviews bestätigt. Unsere Ergebnisse könnten somit als Grundlage für eine größere, systematischere Studie dienen. Insbesondere die Unterscheidung zwischen Erst- und Serienunternehmern ist ein interessanter Weg für die zukünftige Forschung.


Why are only 11% of business founders in Paris from outside France?

Compared to Silicon Valley (46%), London (42%) or Berlin (43%), only 11% of the start-ups in Paris have founders from outside the country. In an article, published on The Conversation, our professor Martin Kupp tells you why:

Paris is the economic hub of France, generating nearly a third of the country’s GDP, and the city has served as the birthplace of dozens of hot start-ups. Despite its attractiveness, however, the city lags in one key measure: According to the “Global Start-up Ecosystem Report 2017” only 11% of start-ups in Paris have founders from outside the country, compared to 46% in Silicon Valley, 42% in London or 43% in Berlin.Read more


Die historische Ziellinie erreicht: Herzlichen Glückwunsch an unsere allerersten EMDIEL Absolventen!

14. Oktober - Unser erster Jahrgang des Executive Master in Digital Innovation and Entrepreneurial Leadership hat nach seiner Weltreise von Berlin, über Shanghai, Paris, das Silicon Valley und London die historische Ziellinie auf dem Pariser Campus erreicht: die Verteidigung der Masterarbeit, gefolgt von einer emotionalen Abschlussfeier – in gelben Socken (neue Tradition!) und mit viel Gelächter.

Wir sind stolz auf euch! Danke – ihr ward eine unvergessliche erste Kohorte!


Reaching the historic finishing line: Congrats to our very first EMDIEL graduates!

October, 14th - As the pioneering cohort of the Executive Master in Digital Innovation and Entrepreneurial Leadership, their entrepreneurial round-the-world trip starting in Berlin via Shanghai, Paris, Silicon Valley and London has just reached its historic finishing line at ESCP Europe Paris Campus: the defence of the master thesis, followed by an emotional graduation ceremony – in yellow socks (new tradition!) and with a lot of laughter.

We are proud of you! Thanks for being an unforgettable first cohort!

 


Workshops, company visits and a meet&greet with François Hollande: the third EMDIEL Module in Paris

Two intense weeks in Paris! For the kick-off session of the third module of the Executive Master in Digital Innovation and Entrepreneurial Leadership (EMDIEL), we visited Station F, the world’s biggest startup campus covering a whole entrepreneurial ecosystem under one roof. And there was a special guest that we met coincidently while visiting the huge building: François Hollande! Every Monday, Station F will be his new part-time office. As head of the non-profit foundation “La France s’engage” (“France Commits”), the former French President now advices entrepreneurs. Read more about it here.Read more


Workshops, Unternehmensbesuche und ein Meet&Greet mit Francois Hollande: Das dritte EMDIEL Modul in Paris

Zwei intensive Wochen in Paris! Für die Auftaktveranstaltung des dritten Moduls des Executive Master in Digital Innovation und Entrepreneurial Leadership (EMDIEL) besuchten wir Station F, den weltweit größten Startup-Campus, der ein ganzes unternehmerisches Ökosystem unter einem Dach vereint.

Unverhofft kommt oft – während unseres Besuchs gab es ein spontanes Meet&Greet mit François Hollande! Der Grund: Station F ist neuerdings sein Teilzeitbüro. Als Leiter der gemeinnützigen Stiftung "La France s'engage" berät der ehemalige französische Staatspräsident dort nun Unternehmer – jeden Montag für ein paar Stunden. Hier dazu mehr.

Auf dem Modulplan standen für unsere EMDIEL Teilnehmer Firmenbesuche sowie Vorträge und Workshops zu Soft Skills, Finanzen, Business Modeling, Prototyping und Pitching, um sich auf den finalen Projekt-Pitch bei WeWork vorzubereiten: nicht nur eine gute Gelegenheit zum Üben, sondern auch für wertvolles Feedback von der Jury aus Professoren und erfahrenen Pariser Unternehmern.

Ein vielfältiges Modul mit unerwarteten Highlights.

Wir freuen uns auf das nächste Modul im Silicon Valley!


Warum bieten unsere Studenten McDonald's Bauchschmerztabletten und UBER Fatburner-Pillen an? Und brauchen wir wirklich DREAMFLIX, einen implantierten Chip, um die Kontrolle über unsere Träume zu übernehmen?

Über den Tellerrand schauen, Paradigmen verschieben und die Realität verändern: Das macht einen erfolgreichen Unternehmer aus! Während des Art-thinking-Bootcamps namens « Improbable » lernten und erlebten unsere Entrepreneurship-Studenten des Master in Management Unternehmertum durch Kunst. Bei der Abschlussausstellung im betahaus stellten sie ihre Arbeiten vor und zeigten, wie subversive Kunst aussehen kann.

Klicke hier, um mehr Informationen über Improbable zu erhalten!

Why do our students offer McDonald’s stomach pain tablets and UBER fat burner pills? And do we really need DREAMFLIX, an implanted chip to take control over our dreams?Read more